Gondelsheim

Gondelsheim liegt malerisch schön an der Nordseite der Prümer Kalkmulde in einer Höhe von 530 m über NN – ca. 3 km östlich von Weinsheim. Der Ort befindet sich an einem langsam ansteigenden Berghang und ist durch seine Höhenlage von weit her sichtbar. Im Süden begrenzt der Vlierbach das Dorf, westlich fließt der Mühlbach.

Dorfchronik

Bereits in der keltisch-römischen Zeit war Gondelsheim besiedelt und wird urkundlich zum ersten Mal im Prümer Urbar 893 als "Gundesdorpht" erwähnt. Wie die meisten umliegenden Dörfer war auch Gondelsheim im Besitz der Fürstabtei Prüm und wurde mit dieser 1576 dem Kurfürstentum Trier einverleibt. Bis 1794 gehörte Gondelsheim zur Meierei (Landgut) Weinsheim im Amt Schönecken, anschließend bildete Gondelsheim zusammen mit Wallersheim, Olzheim und Rommersheim die Bürgermeisterei Prümer-Land. Heute hat der Ort ca. 240 Einwohner und gehört zur Ortsgemeinde Weinsheim.

Die baugeschichtlich interessante und sehenswerte spätgotische Kirche steht auf den Resten eines römischen Bauwerks. Sie ist den hl. drei Jungfrauen Fides, Spes und Caritas geweiht. Erbaut wurde sie wahrscheinlich 1461, ein Eckstein mit dieser Jahresangabe an der nördlichen Turmseite legt diese Annahme nahe. Der ursprünglich wohl dreischiffige Bau wurde etwa 1523 - 1531 zu der heutigen unsymmetrischen, zweischiffigen Anlage umgestaltet. Die älteste Glocke stammt von 1599. Die Eigenkirche der Prümer Abtei diente bis zur Auflösung des Klosters 1802 als Wallfahrtskirche. Das Pfarrhaus wurde 1913 erbaut und hatte seinerzeit 12 Zimmer.

Am Ende des 2. Weltkrieges erlitt Gondelsheim, genau wie Weinsheim, schwere Kriegsschäden, vor allem an Kirche und Pfarrhaus.

Die Bahnstrecke mit dem Bahnhof Gondelsheim wurde 1885 eröffnet und war vor allem nach dem 2. Weltkrieg eine sehr wichtige Bahnverbindung für die Eifel. 1980 wurde der Personenverkehr eingestellt.

Auf dem 1958 eingeweihten Ehrenfriedhof in Gondelsheim haben 438 deutsche Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Gemeindehaus

Gemeindehaus Gondelsheim „Bürgertreff am Dorf“

Unser Gemeindehaus, ein ansprechendes Gebäude für unser Dorf, gelegen in der Ortsmitte, Poststraße, wurde 2018 eröffnet. Es verfügt über einen großen Saal, der abtrennbar ist, Jugendraum, Küche und Toiletten. Dieses Haus kann für private Festlichkeiten sowie für Betriebsfeiern und Seminare gemietet werden.

Ausstattung:

  • Saal mit Tischen und Bestuhlung für 90 - 100 Personen
  • Küche mit Industriegeschirrspüler und 10-Liter Kaffeemaschine
  • Porzellan und Besteck für 100 Personen
  • Theke mit Zapfanlage und Kühlung
  • Musikanlage mit Funkmikrofon
  • freies WLAN

Mietkosten:

Für Bürger der Gemeinde:        
150,00 € incl. aller Nebenkosten / Tag
50,00 € Kaffeetafel (Geburtstage oder Beerdigungen)

Für Auswärtige: 
200,00 € incl. aller Nebenkosten / Tag
100,00 € Kaffeetafel (Geburtstage oder Beerdigungen)

Reservierung und Kontakt:
Markus Meyer
Telefon 06558 9002905

Download Mietvertrag

Freiwillige Feuerwehr Gondelsheim

Die Feuerwehr Gondelsheim wurde am 12.07.1931 von Lehrer Wilhelm Herlach mit 32 Mitgliedern gegründet. Er war von 1931 bis Kriegsende Wehrführer und wurde später zum Ehrenwehrführer ernannt. Durch die französische Besatzungsmacht durften 1947 nur 6 Personen die Feuerwehr aufrechterhalten. Damals war Wehrführer Heinrich Peters.

Weitere Wehrführer waren: Peter Serwas, Valentin Klaes (18 Jahre), Werner Lorsy, Johann Peters, Heinrich Großmann, Alois Lamberty und vom 08.01.96 bis heute Heinrich Heinen.

Die Ausrüstung seit der Gründung bestand aus einer Doppelkolbenspritze, Schlauchkarre mit 4 Haspeln, Ledereimer und Leitern. Die ersten Uniformen wurden vom damaligen Jagdpächter Farnsteiner gestiftet. Die heutige Ausrüstung besteht aus einem TSA-Anhänger (Bj.1974) und einer TS-8 Wasserförderpumpe (Bj.1982). Die Wasserversorgung wird durch ein Hydrantennetz gewährleistet. Das erste Feuerwehrgerätehaus wurde 1932 errichtet und durch das 1960 gebaute Gerätehaus ersetzt. Im Jahre 2018 zog man, im Zuge der Errichtung eines Bürgerhauses in Gondelsheim, in die daran angebaute „Neue Feuerwehrwache“ ein, was gemeinsam mit der Ortsbevölkerung sowie den befreundeten Kameraden aus Gondelsheim / Baden noch im selben Jahr gefeiert wurde.

Feuerwehr

Neben der Brandbekämpfung hat die FFW Gondelsheim weitere Aufgaben und Aktionen:

In den 50er Jahren wurden Theaterstücke aufgeführt, in den 60ern Wettkämpfe mit anderen Wehren bestritten. Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens veranstaltete die Feuerwehr ein Fest in Verbindung mit einem Amtsfeuerwehrfest.

1982 feierte die Feuerwehr ihr 50-jähriges Bestehen mit Fahnenweihe. Die Taufpaten waren Anni Großmann und Nikolaus Bales. Zu diesem Fest wurden die noch lebenden Gründungsmitglieder von 1931 zu Ehrenmitgliedern ernannt, das waren: Heinrich Conen, Daniel Großmann, Peter Großmann, Matthias Schneider und Michael Thelen. Valentin Klaes wurde zum Ehrenwehrführer ernannt.

Des Weiteren wurden 1982 Kontakte zur freiwilligen Feuerwehr Gondelsheim in Baden aufgenommen und durch gegenseitige Besuche vertieft.

  • Seit 1978 wird alle 2 Jahre ein Sommerfest veranstaltet. Weiterhin gibt es jährlich einen Familienwandertag für die Mitglieder und Ehrenmitglieder sowie deren Familienangehörigen.
  • Seit 1959 übernimmt die FFW die Maibaumaufstellung.
  • Seit 1978 führt Sie jährlich die Aktion „Saubere Landschaft“ durch.
  • Seit 1999 stellt Sie zum Advent einen Weihnachtsbaum am Feuerwehrhaus auf.
  • Zum 01.01.2020 befinden sich aktive 12 Mitglieder und 9 Alterskameraden im Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr in der FFW Gondelsheim.

Kontakt: Wehrführer Heinrich Heinen, Tel.:  06558 8493

Ehrenfriedhof Gondelsheim

Der Ehrenfriedhof liegt am Rande des Ortsteils Gondelsheim, in Richtung Schwirzheim. Die heftigen Kämpfe um das Dorf verursachten große Verluste bei der kämpfenden Truppe. Der Kommandeur der 18. Grenadier-Division ließ daher an der jetzigen Stelle des Ehrenfriedhofes eine Begräbnisstätte für die gefallenen Soldaten anlegen. Das Grundstück stellte der Landwirt Peter Meyer zur Verfügung.

Nach dem Einmarsch der Amerikaner im März 1945 bargen die Dorfbewohner die Leichen der gefallenen Soldaten, die überall auf den Feldern und im Walde lagen und begruben sie auf dem Friedhof.

Der Friedhof in der jetzigen Form wurde 1958 vom Land Rheinland-Pfalz und dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge neugestaltet.

Die Gedenkstätte in Gondelsheim ist einer von fünf landeseigenen Friedhöfen. Insgesamt 460 Kriegstote fanden dort ihre letzte Ruhe. Bereits im Frühjahr 1945 wurde in Gondelsheim eine Begräbnisstätte für gefallene Soldaten angelegt. Weitere Zubettungen erfolgten 1951. Mit dem Ausbau des Ehrenfriedhofes in seiner heutigen Form wurde 1954 durch das Land Rheinland-Pfalz und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. begonnen. Im Juli 1958 wurde Gräberstätte eingeweiht.

Ehrenfriedhof

Die Einzelgräber sind durch Namenssteine gekennzeichnet. In der Mitte des Friedhofes ragt ein Hochkreuz mahnend empor. Die einheitlichen Namenssteine und die gleichmäßige Bepflanzung mit Erika sollen die Schicksalsgemeinschaft der im Krieg Gefallenen zum Ausdruck bringen.

In den letzten Monaten wurden das Schieferdach der Ehrenhalle erneuert und auf einem größeren Gräberfeld die Heidepflanzen erneuert.

Vermisster Soldat aus dem II. Weltkrieg auf dem Ehrenfriedhof in Gondelsheim beigesetzt

Johann Schinagl starb am 17.12.1944 im Alter von 33 Jahren während der Ardennen-Offensive in Winterspelt. Seine sterblichen Überreste wurden nun nach fast 66 Jahren auf dem Ehrenfriedhof in Gondelsheim im Rahmen einer kleinen Trauerfeier beigesetzt. An der Feier wirkte die Ortsgemeinde Weinsheim, vertreten durch den Ortsbürgermeister Peter Meyer mit.

Zudem nahmen Raimund Schneider, Vertreter der für die Kriegsgräberfürsorge zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), der 1. Beigeordnete Jakob Weinand und Roswitha Meinz von der Verbandsgemeinde Prüm, Alois Lamberty, Pfleger des Ehrenfriedhofes, Pastor Robert Lürtzner und die freiwillige Feuerwehr Gondelsheim an der Feier teil.

"Der zufällige Fund eines vermissten Soldaten wie Johann Schinagl nach so langer Zeit zeigt, wie nachhaltig der II. Weltkrieg bis heute in familiären Einzelschicksalen fortwirkt. Herr Schinagl wurde 1949 für tot und vermisst erklärt und hinterließ seine Frau. Die Kriegstoten sind eine Mahnung für den Frieden. Auch deshalb gedenken wir ihrer alljährlich am Volkstrauertag", so Raimund Schneider.

PRESSEMITTEILUNG

Vermisster Soldat aus dem II. Weltkrieg auf dem Ehrenfriedhof in Gondelsheim beigesetzt

Gondelsheim/Winterspelt (boß) Auf dem Soldatenfriedhof Gondelsheim wurde jetzt Johann Schinagl beigesetzt. Der im II. Weltkrieg vermisste Soldat war zu Beginn der Ardennenoffensive gefallen. Vor drei Jahren waren seine sterblichen Überreste im Raum Winterspelt gefunden worden.

Vor 66 Jahren - ab dem 16. Dezember 1944 - tobte im deutsch-belgisch-luxemburgischen Grenzraum die Ardennenoffensive. Einer der fast 37.000 damals gefallenen Soldaten war der 33-jährige Obergefreite Johann Schinagl aus Friedburg-Braunau in Oberösterreich. Bereits am 17. Dezember 1944 im Alter von 33 hatte ihn sein trauriges Schicksal nahe der deutsch-belgischen Grenze ereilt.

Im Oktober 2007 wurde durch Zufall sein Grab in dem Waldgebiet zwischen Winterspelt und Weißenhof gefunden. Neben den menschlichen Überresten entdeckte man auch die Stiefel, eine Geldbörse mit Münzen, Reste eines Soldbuches, einen Kamm, ein Taschenmesser und die ungebrochene Erkennungsmarke. Die Knochen wurden durch den "Verein zur Klärung von Schicksalen Vermisster und Gefallener e.V." exhumiert. Anhand der Papiere und der Erkennungsmarke wurde Schinagl identifiziert, der in seinem Heimatland Österreich 1949 für tot erklärt worden war und als vermisst galt. Eine Angehörigenermittlungsanfrage in Wien erbrachte, das Schinagls Ehefrau zwischenzeitlich kinderlos verstorben ist, also keine näheren Angehörigen mehr existieren.

Seine sterblichen Überreste wurden daher nun fast 66 Jahren nach dem Tod auf dem Ehrenfriedhof in Gondelsheim mit einer kleinen Trauerfeier beigesetzt. An der Feier wirkte die Gemeinde Weinsheim, vertreten durch den Ortsbürgermeister Peter Meyer mit. Zudem nahmen Raimund Schneider von der ADD, der 1. Beigeordnete Jakob Weinand und Roswitha Meinz von der Verbandsgemeinde Prüm, Alois Lamberty, Pfleger des Ehrenfriedhofes, Pastor Robert Lürtzner und die freiwillige Feuerwehr Gondelsheim an der Feier teil.
„Der zufällige Fund eines vermissten Soldaten wie Johann Schinagl nach so langer Zeit zeigt, wie nachhaltig der II. Weltkrieg bis heute in familiären Einzelschicksalen fortwirkt. Die Kriegstoten sind eine Mahnung für den Frieden. Auch deshalb gedenken wir ihrer alljährlich am Volkstrauertag“, so Raimund Schneider.

Die Gedenkstätte in Gondelsheim ist einer von fünf landeseigenen Friedhöfen. Insgesamt 460 Kriegstote fanden dort ihre letzte Ruhe. Bereits im Frühjahr 1945 wurde in Gondelsheim eine Begräbnisstätte für gefallene Soldaten angelegt. Weitere Zubettungen erfolgten 1951. Mit dem Ausbau des Ehrenfriedhofes in seiner heutigen Form wurde 1954 durch das Land Rheinland-Pfalz und dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. begonnen. Im Juli 1958 wurde die Gräberstätte eingeweiht.

Die Einzelgräber sind durch Namenssteine gekennzeichnet. In der Mitte des Friedhofs ragt ein Hochkreuz mahnend empor. Die einheitlichen Namenssteine und die gleichmäßige Bepflanzung mit Erika sollen die Schicksalsgemeinschaft der im Krieg Gefallenen zum Ausdruck bringen.

In den letzten Monaten wurden das Schieferdach der Ehrenhalle erneuert und auf einem größeren Gräberfeld die Heidepflanzen ausgetauscht.

Arbeitseinsatz auf dem landeseigenen Ehrenfriedhof Gondelsheim

Größere Pflegearbeiten wurden auf der Kriegsgräberstätte in Weinsheim-Gondelsheim durchgeführt. Vertreter der Reservistenkameradschaft Büdesheim-Wallersheim e.V. fragten im Frühjahr 2011 bei der Ortsgemeinde Weinsheim an, ob die Möglichkeit bestehen würde, gebietsnah einen Kriegsgräberpflegeeinsatz durchzuführen.

Die in Rheinland-Pfalz landesweit im Bereich der Kriegsgräberfürsorge zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), die sich auch für den landeseigenen
Ehrenfriedhof verantwortlich zeichnet, unterstützt das Engagement der Reservisten unter Leitung des Vorsitzenden Manfred Böttcher sich unentgeltlich für die Gedenkarbeit einzubringen. Während eines Tageseinsatzes säuberten die Reservisten aus dem benachbarten Büdesheim und Wallersheim in Absprache mit der Verbandsgemeindeverwaltung Prüm und der ADD die Kameradenkreuze sowie das Hochkreuz und imprägnierten die Steinkreuze zusätzlich mit einer entsprechenden Konservierung.

Raimund Schneider, Mitarbeiter der ADD, erklärte:“ Kriegsgräberfürsorge ist ein fortwährender, dauerhafter und aktiver Dienst für den Frieden. Jeder Einzelne kann sich bewusst für ein friedliches Miteinander einsetzen. Kriegsgräberfelder, so auch diese hier in Gondelsheim, führen anschaulich vor Augen, warum sich das Engagement für eine friedliche Zukunft lohnt“.

Ortsbürgermeister Peter Meyer, Friedhofspfleger Alois Lamberty, Roswitha Meinz, Mitarbeiterin der Verbandsgemeinde Prüm sowie Raimund Schneider, ADD, bedankten sich bei den Teilnehmern für den ehrenamtlichen Pflegeeinsatz.

Mit einem Blumenbouquet wurde abschließend durch die ADD, Ortsgemeinde Weinsheim, Verbandsgemeinde Prüm, Georg Schwendemann Kreisvorsitzender Kreisgruppe Eifel, Michael Heinz Kreisorganisationsleiter im Reservistenverband sowie der Reservistengruppe, den auf dem Ehrenfriedhof ruhenden Kriegstoten des 2. Weltkriegs gedacht.

Bürgerinformation Gondelsheim

Für Anregungen und Kritik haben wir immer ein offenes Ohr. Wenn Sie Vorschläge haben, bestimmte Inhalte vermissen oder mit eigenen Beiträgen auf der Seite vertreten sein möchten, teilen Sie uns bitte Ihre Wünsche und Verbesserungsvorschläge mit. Vielleicht haben Sie auch Fotos, die verwendet werden dürfen. Wir prüfen gerne, wie wir dies auf unserer neuen Webseite veröffentlichen können.

Bitte wenden Sie sich persönlich, telefonisch oder per E-Mail an den Beigeordneten Ihres Ortsteils.

Kontakt

Peter Meyer
Bürgermeister
Peter Meyer
Bahnhofstr. 11
54595 Weinsheim-Gondelsheim

Telefon: 06558 900268
E-Mail: buergermeister@weinsheim-eifel.de